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Informationen für unsere Kundinnen und Kunden

 

Zu Ihrer Information und zur persönlichen Einschätzung der sog.

Corona-Pandemie haben wir eine eigene Seite erstellt.

 

Viel Spaß bei der Lektüre und beste Grüße!

 

 

 

 

 

Coaching Digitalisierung von Dienstleistungen?

 

 

Beratung und Coaching der Geschäftsführung/Leitung zu Fragen:

 

-Welche digitale Gestaltungsverantwortung haben soziale Organisationen?

-Welche Transformationprozesse bzgl.sozialer Dienstleistungen möchten wir als Organisation durch Digitalisierung angehen?

08/28/20

Coaching In Coronazeiten - die Chancen nutzen

 

 

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

 

die augenblickliche Situation bringt viele neue Herausforderungen und Chancen im Hinblick auf die Ausgestaltung und Entwicklung von Geschäftsmodellen mit sich.

 

Wir möchten Ihnen hiermit unsere Expertise anbieten:

 

-Coaching und Unterstützung der Geschäftsführung bei allen Fragestellungen zur Betriebsführung

 

-Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells (Digitalisierung, Gewinnung neuer Kundengruppen)

 

-Coaching und Unterstützung von Fach- u. Führungskräften bei strukturellen und operativen Fragen (Mitarbeiterentwicklung, Digitalsierung)

 

-Digitalisierung von sozialen Dienstleistungen

 

 

 

 

 

 

08/28/20

Bettenauslastung Deutschland lt. DIVI- Intensivregister

 

 

Von:

Angela Spelsberg, Dr. med., hat von der Harvard-Universität einen Abschluss in Epidemiologie. Sie forscht auf den Gebieten Pharmako­vigilanz

 

Ulrich Keil, Dr. med. und Ph.D., ist emeritierter Professor am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin an der Universität Münster.

 

Die Politik hat sich bei den Maßnahmen gegen Corona auf den Rat von zu wenigen Fachleuten gestützt. Nötig ist ein breit aufgestelltes Expertengremium.

Pressetermin des RKI: Eine Mitarbeiterin hält die Blutprobe für einen Antikörpertest Foto: Marijan Murat/dpa

 

Große Teile der Bevölkerung in Deutschland stehen laut Umfragen hinter den Coronamaßnahmen der Regierung. Sie vertrauen den Aussagen, dass drastische Maßnahmen wie die Schließung von Kitas, Schulen und Universitäten oder das zeitweilige Schließen von Geschäften und Gastronomie die Coronapandemie eindämmen und eine sogenannte zweite Welle verhindern können.

 

Von der Mehrheit der Medien und großen Teilen der Bevölkerung wird die Tatsache, dass in Deutschland „nur“ knapp über 9.200 Covid-19-Todesfälle zu beklagen sind, den Lockdownmaßnahmen der Regierung zugutegehalten. Andere Erklärungen, etwa dass nicht allein ein Virus, sondern auch Faktoren wie die Kapazität und Qualität von Gesundheitssystemen und die sozioökonomischen Bedingungen einer Gesellschaft den Verlauf einer Pandemie bestimmen, werden hingegen kaum diskutiert.

 

Aus unserer Sicht haben sich Politik und öffentliche Meinung selten so sehr auf den Rat von nur wenigen Fachleuten gestützt wie jetzt in der Coronakrise. Und es stellt sich die Frage, ob die Expertengremien genügend interdisziplinär und ausgewogen zusammengesetzt sind, um die Politik in dieser Krise mit Gelassenheit und Augenmaß und ohne Interessenkonflikte beraten zu können.

 

Es geht ja nicht nur um die Beurteilung der Gefährlichkeit der Pandemie, sondern auch um die Abschätzung des tatsächlichen Nutzens der Maßnahmen für die Eindämmung der Pandemie; und nicht zuletzt geht es auch um die Beurteilung der durch die Maßnahmen möglicherweise verursachten Kollateralschäden – nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für Gesellschaft, Demokratie, Kultur, Bildung und Wirtschaft.

 

Bis heute sind im Wesentlichen nur zwei Fachrichtungen, Virologen und mathematische Modellierer, in den Medien und von der Politik gehört worden. Die anfänglichen Modellrechnungen insbesondere der Wissenschaftler des Imperial College in London waren maßgeblich für die politischen Entscheidungen zum Lockdown verantwortlich. Sie ergaben, dass es weltweit 40 Millionen Covid-19-Tote geben würde; für Deutschland wurden 1,1 Millionen Intensivpatienten prognostiziert.

 

Corona so tödlich wie eine normale Grippe?

 

Viele nun vorliegende Studien zeigen aber, dass die Infection Fatality Rate (IFR), der Anteil der Todesfälle an allen Corona-Infektionen, in einem Bereich von 0,1 bis 0,3 Prozent liegt, also dem einer normalen Grippe. In diesen Studien wurden repräsentative Zufallsstichproben von Bevölkerungsgruppen untersucht und die Infizierten durch serologische Antikörpertests identifiziert. Dabei stellte sich heraus, dass die Zahl der mit Sars-CoV-2 Infizierten viel größer ist als die der positiv getesteten Menschen mit Symptomen. Wenn die Covid-19-Todesfälle auf diesen größeren Nenner bezogen werden, errechnen sich deutlich geringere IFR-Zahlen als vom Robert-Koch-Institut (RKI) und der WHO angegeben. Mittlerweile haben wir verlässlichere Daten darüber, dass die Coronapandemie nicht so gefährlich ist wie ursprünglich angenommen.

 

Die von der Politik als Entscheidungsgrundlage übernommenen Hochrechnungen gingen von der Grundannahme einiger Virologen aus, dass das Virus vollkommen neu sei und sich jeder, ungeachtet anderer Faktoren, infizieren könne, dass es also weltweit keine Immunität gegen das neue Virus gebe. Dem ist aber nicht so. Das Immunsystem vieler Menschen ist offenbar durch frühere Kontakte mit Viren aus der Coronagruppe mit deren und ähnlichen Antigenen vertraut – so bei der saisonalen Grippe, die ja durch einen Virencocktail, dem häufig auch Coronaviren angehören, hervorgerufen wird –, weshalb viele Menschen offenbar eine Immunität oder Teilimmunität gegen Sars-CoV-2 aufweisen. Eine Teilimmunität gegen Sars-CoV-2 erklärt auch die langen Inkubationszeiten – und warum sich nur vergleichsweise wenige Menschen infizieren, viele nicht sehr schwer erkranken oder ganz symptomlos bleiben.

 

Mittlerweile haben wir verlässlichere Daten darüber, dass Corona nicht so gefährlich ist wie ursprünglich angenommen

 

Es ist dringend notwendig, dass die politischen Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung unter Einbeziehung eines unabhängigen interdisziplinären Expertengremiums getroffen werden, das nicht nur mit Vertretern der Biomedizin, sondern weiterer relevanter Fachrichtungen wie Public Health, Sozial-, Kultur- und Bildungswissenschaften besetzt ist. Ein interdisziplinärer Austausch zwischen Modellierern, Virologen, Immunologen und bevölkerungsbezogen arbeitenden Epidemiologen hätte aus unserer Sicht Politik und Gesellschaft astronomische Fehlrechnungen – mit ihren noch nicht absehbaren Folgen – ersparen können.

 

Für die Einschätzung einer Pandemie ist es grundsätzlich wichtig, genügend große repräsentative Zufallsstichproben der gesamten Bevölkerung mit validierten serologischen Antikörpertests in regelmäßigen zeitlichen Abständen zu untersuchen, um die Dynamik des viralen Geschehens und den Immunstatus der Bevölkerung richtig beurteilen zu können. Nur so kann die Gefährlichkeit der Infektion für die Menschen, je nach deren Alter und sozialer Gruppe, genauer berechnet werden.

 

Diese Arbeitsweise der bevölkerungsbezogenen Epidemiologie ist in der Lage, mit empirisch gewonnenen Daten Hochrechnungen, Prognosen und Modellannahmen zu überprüfen. Gleich zu Beginn der Pandemie wurde von Epidemiologen wie John Ioannidis, Professor an der Stanford-Universität in Kalifornien, gefordert, repräsentative Bevölkerungsstichproben zu untersuchen, um zu realistischen Todesraten und einer realistischen Einschätzung der Gefährlichkeit der Pandemie zu kommen. Inzwischen hat er eine Übersichtsarbeit über 36 solcher weltweit durchgeführten Zufallsstichprobenuntersuchungen mit serologischen Antikörpertests vorgelegt: Die darin erhaltenen IFR-Zahlen liegen viel niedriger als die zu Beginn der Pandemie gemachten Schätzungen einiger Virologen.

 

Die vom RKI Anfang Mai angekündigte repräsentative Zufallsstichprobenuntersuchung der deutschen Bevölkerung steht bis heute aus.

Ist irgendjemand in den letzten Tagen mal im Freibad oder am Badestrand gewesen und hat die Menschenmassen im Wasser und beim Sonnenbad gesehen? Niemand trägt in den randvollen Becken eine Maske und das schon seit Wochen. Wo bleiben die Infizierten der maskenlosen Groß-Demo zu "Black-Life-matters", oder die der friedlichen Groß-Demo am 1.8.2020 in Berlin?

Wann wurde die Müllentsorgung eingestellt, obwohl die Menschen dort doch den „Virenwolken“ aus dem Abfall (Taschentücher , gebrauchte Masken) intensiv ausgesetzt wären?

Und wo sind die Tönnies-Toten? Wo sind die Herzinfarkte in Heinsberg? Wo sind die Nieren- und Nervenschäden in Ischgl, wo 85% gar nicht gemerkt haben, das sie COVID-19 hatten.

Eine Pandemie, die Menschen in diesem Jahr vermehrt erkranken läßt, findet schlicht nicht statt.

Wer hier von Präventionsparadoxon spricht, mißbraucht den Begriff und hat von Infektionsepidemiologie keine Ahnung.

 

Was es gibt, sind Testorgien, die eine Scheindynamik erzeugen. Bei der niedrigen Prävalenz (Häufigkeit) von SARS-CoV-2 Infektionen sagt ein positiver Test erst recht nichts aus. Die Zahl der jetzt "gefundenen Fälle" entspricht der Zahl der Gesunden, bei denen falsch positive Tests zu erwarten wären. Je mehr getestet wird, un so mehr falsch "Positive" Gesunde werden gefunden. Das hat mit Krankheit nichts zu tun, sondern nur mit der zur Angstmache mißbrauchten und teuren Testerei.

 

Die Pandemie-Panik-Story vom einem tödlichen Virus aus Wuhan ist längst von der Wirklichkeit überholt worden. Die vom PCR-Test jetzt gefundenen Virus-Sequenzen waren längst vor Wuhan weltweit verbreitet. Über 80% der Bevölkerung sind schon immer immun gegen die jedes Jahr in verschiedenen Variationen wiederkehrenden Coronaviren. Eine Massenimpfung gegen Coronaviren ist deshalb unnötig. Weiterhin bestehen große Risiken der neu ausprobierten Technologien. Auch die Beobachtungszeiten sind viel zu kurz. Wer solchen Impfstoff als Arzt angesichts dieser Lage verwendet, handelt unverantwortlich. All das ist längst wissenschaftliches Allgemeingut.

 

Weiterhin fehlt in der Berichterstattung jeder Hinweis, dass in Deutschland die mit positivem SARS-CoV-2 Test Verstorbenen im Median 82 Jahre alt waren. 85% der Verstorbenen waren 70 Jahre und älter. Die Altersstruktur der Verstorbenen ist in Schweden nicht anders als in Deutschland. Tendenziell waren die Verstorbenen dort sogar noch älter.

 

Die katastrophalen Gesundheitsverhältnisse in den Armenvierteln der USA, Brasiliens, Perus oder Indiens werden für Angstmache und politisches Kalkül mißbraucht. Auch in Norditalien, Madrid oder Belgien haben wir längst genügend Informationen aus erster Hand. Diese zeigen, dass nicht ein neues Virus, sondern der Umgang mit der Panik zu krisenhaften Versorgungsstörungen, Fehlbehandlungen und zu entsprechenden Opfern unter Geschwächten oder Fehlversorgten führte. Gerade in unübersichtlichen oder korrupten Gesundheitssystemen wird mit ungeeigneten PCR-Tests hausiert und Schindluder getrieben. Die profitable Testerei wird mißbraucht zu destabilisieren, die Menschen den Profiteuren der Angst in die Hände zu treiben und ihnen riskante Impfungen anzudrehen.

 

Unbemerkt können weltweit dabei auch jene profitieren, die hinter dem "Öl der Zukunft", unseren genetischen Daten hinterher sind. Jeder Rachenabstrich erntet Zellen die genetisch sequenziert werden können und den privaten Laboren wertvolle Informationen versprechen. Wer schützt uns vor Mißbrauch? Die Bundesregierung, die kurz vor der Krise gerade dem "Eine Million Genome Programm" der Wirtschaft und der EU beigetreten ist?

Auch immer mehr Bürger wissen das schon. Wann nehmen Medien und Politik das zur Kenntnis?

Wie können wir die Verantwortlichen und ihre medialen Handlanger zur Rechenschaft ziehen?

 

Dr. Wolfgang Wodarg 12.08.2020

 

07/20/20

Hendrik Streeck Interview FAZ vom 16.07.2020 „Wir brauchen Szenarien für den Fall, dass es keinen Impfstoff geben wird“ Patrick Schlereth

 

 

 

„Wir brauchen Szenarien für den Fall, dass es keinen Impfstoff geben wird“

Patrick Schlereth

Hendrik Streeck ist Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn.

Herr Streeck, Union Berlin will in der neuen Saison wieder im vollen Stadion spielen. Alle Besucher sollen zuvor einen Corona-Test absolvieren. Ähnliche Konzepte werden in der Veranstaltungsbranche diskutiert. Was halten Sie aus medizinischer Sicht davon?

Halten Sie es für möglich, dass der Gesetzgeber solche Massentest-Veranstaltungen perspektivisch erlaubt? Oder ist die Angst vor lokalen Ausbrüchen zu groß?

 

Wenn der Gesetzgeber solche Ansätze, bei denen die Veranstalter ja auch mitdenken, kategorisch ablehnt, dann muss man auch klar sagen, dass solche Veranstaltungen verboten bleiben. Letztlich muss es eine Richtschnur geben, wie man verschiedene Bereiche der Öffentlichkeit wieder zum Leben erweckt. Da setze ich darauf, dass auch die politischen Entscheider mit einem pragmatischen Blick an neue Ansätze herangehen.

 

Wie zuverlässig sind Schnelltests überhaupt? Ein neuer Test der Uni Bielefeld soll schon nach 16 Minuten ein Ergebnis liefern, was Begehrlichkeiten bei Veranstaltern weckt.

 

Wissenschaft liefert keine Schwarzweiß-Antworten. Jeder Test hat einen Fehlerbereich, kann falsch positiv oder falsch negativ ausfallen. Das passiert natürlich häufiger, wenn wir in einem Niedrigprävalenzgebiet sind. Das sind statistische Fallstricke, in die man sich da begibt. Die Schnelltests sind häufig auf PCR-Basis, was eine gewisse Präzision garantiert, haben aber den Nachteil, dass sie im Labor durchgeführt werden müssen. Das gilt auch für den Test der Uni Bielefeld, der kann nicht einfach „on the go“ gemacht werden. Eine größere Hoffnung habe ich in Tests zur Erkennung von Antigenen, in denen man das Virus selbst bereits im Abstrich nachweisen kann.

 

 

Biotechunternehmen CureVac Corona-Impfstoff soll bis Mitte 2021 marktreif sein

 

 

Video: Reuters, Bild: dpa

 

Was bedeutet das für das Restrisiko solcher Schnelltests?

 

Solche absoluten Aussagen lassen sich nicht treffen. Es kommt zwar sehr selten vor, aber rein theoretisch kann ein Test beim ersten Abstrich positiv, beim nächsten negativ und dann wieder positiv sein. Das ist nicht wie ein Schwangerschaftstest, der eindeutiger angibt, ob jemand schwanger ist oder nicht. So funktionieren diese Tests nicht. Um es überspitzt zu formulieren: Man kann sich im Testzentrum anstecken und zwei Tage später infektiös sein. Daher muss man auch Massentests ein wenig kritisch sehen, weil sie ein trügerisches Gefühl von absoluter Sicherheit vermitteln können.

 

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Solche Massentest-Konzepte sollen die Zeit überbrücken, bis der Impfstoff da ist. Aber was ist, wenn der gar nicht kommt oder nicht so gut wirkt wie erhofft?

 

Es ist wichtig, auch Szenarien zu entwerfen für den Fall, dass es vielleicht keinen Impfstoff geben wird. Diese Annahme basiert auf der Tatsache, dass man bisher für keines der verschiedenen Coronaviren einen Impfstoff gefunden hat. Das gleiche gilt auch für die größten infektiologischen Killer der Welt: Malaria, Dengue, Tuberkulose, HIV. Genauso für Influenza müssen wir in jedem Jahr einen neuen Impfstoff entwickeln. Es gibt keinen Universalimpfstoff. Wir werden es in der Bevölkerung nicht schaffen, alle Sars-CoV-2 Infektionen zu unterbinden, und es stellt sich die Frage, ob das überhaupt sinnvoll und notwendig ist.

 

Warum?

 

Viele Daten zeigen bereits, dass die große Mehrheit einen milden bis asymptomatischen Krankheitsverlauf hat. Dies wissen wir bereits seit den ersten Daten aus der chinesischen Metropole Shenzhen, wo 80 Prozent der Infizierten einen milden Krankheitsverlauf hatten. Wir müssen Maßnahmen für jene finden, die einen schweren Verlauf haben, und genau diese Menschen schützen. Weltweit werden wir die Pandemie nicht durch die Unterbrechung der Infektionsketten, Testungen und Quarantäne beenden können, wir können sie damit nur kontrollieren. Wir müssen aber einen Weg finden, mit diesem Virus zu leben.

 

Neue Berichte über das Risiko einer zweiten Infektion schüren Ängste. Wie lange halten die Antikörper? Ist man weniger immun nach einem milderen Krankheitsverlauf?

 

Nur weil die Antikörper verloren gehen, muss nicht die Immunität komplett verloren gehen. Auch wenn wir dieses neuartige Coronavirus noch nicht so gut einschätzen können: Wir kennen die anderen Coronaviren, die bei uns heimisch sind. Dort haben wir eine Immunität im ersten, vielleicht noch im zweiten Jahr, dann infizieren wir uns wieder. Es gibt aber auch eine T-Zellen-Immunität. Die schützt uns nicht vor einer Infektion, mildert aber den Krankheitsverlauf. Und genau da müssen wir hin: Sars-CoV-2 könnte am Ende mit einer leichten Erkältung vergleichbar sein, die wir nicht einmal bemerken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich jeder von uns einmal in seinem Leben mit einem Coronavirus infiziert. Einem anderen, nicht diesem hier.

 

In Deutschland ist Ferienzeit, auch wenn viele Leute nur innerhalb des Landes verreisen. Was bedeutet das für die Gefahr einer zweiten Welle oder einer Rückkehr zu Einschränkungen?

 

Der Begriff „zweite Welle“ ist irreführend. Er impliziert, dass wir die erste Welle abgeschlossen haben, und die zweite viel schlimmer wird. Wir müssen realisieren, dass das Virus hier ist und nicht mehr weggehen wird, dass wir es gewissermaßen mit einer Dauerwelle zu tun haben. Die Urlaubszeit kann ein besonderes Risiko bergen, muss sie aber nicht. Im Sommer ist die Ausbreitung eher asymptomatisch im Vergleich zum Winter. Unser Ziel kann es nicht sein, das Virus auszutreiben. Das wird nicht möglich sein.

 

Eine Studie der Uniklinik Dresden legt nahe: Die Verbreitung unter Kindern wurde bisher überschätzt. Können Schulen und Kindergärten wieder zum Alltag übergehen?

 

Eigentlich reicht bereits ein Blick in die Niederlande. Dort hat die Öffnung der Kitas nicht zu einem Clustereffekt geführt, und das waren immerhin einige hunderttausend Kinder. Natürlich gibt es andere Berichte, etwa aus Israel, aber insgesamt scheint der Schulunterricht kein Superspreading-Event zu sein. Virologisch ist damit alles gesagt. Die Frage von Schulöffnungen liegt in meinen Augen eher bei Soziologen, Psychologen und Kinderärzten sowie den Lehrerverbänden und der Politik. Denn es hat gravierende Auswirkungen, wenn ein Kind seine Freunde im Kindergarten nicht mehr anfassen und in der Schule nicht mehr lernen darf.

 

Zum Dank für ihre Ratschläge sehen sich Virologen in diesen Zeiten oft Anfeindungen ausgesetzt. Braucht die Öffentlichkeit ein neues Verständnis davon, wie Wissenschaft funktioniert?

 

Bei mir überwiegen positive Zuschriften. Problematisch wird es dann, wenn unterstellt wird, wir verfolgten eine geheime Agenda. Wir leben in der gleichen Pandemie und wollen alle das gleiche, nämlich dass wir als Gesellschaft gemeinsam gut durchkommen. Meinungsverschiedenheiten würden Christian Drosten und ich normalerweise gemeinsam am Tisch diskutieren und das war’s. Von außen wird das oft zum Skandal aufgebauscht, wie man miteinander umgeht. Es gibt in der Wissenschaft nicht die richtige und die falsche Meinung. Es liegt nicht ein Einzelner richtig, meist liegt die Wahrheit im Mittelweg. Aus dieser Dialektik entwickelt sich die wissenschaftliche Arbeit.

06/07/20

Prof.Dr.John Ioannidis (Stanford University) „Perspectives on the Pandemic“

Virologe Streeck: "Über den Sommer mehr Mut erlauben; Streeck will Immunität in der Bevölkerung aufbauen &quot

Quelle: WDR aktuell Stand: 07.06.2020, 12:23

Wenn es nach dem Bonner Virologen Hendrik Streeck geht, könnte es bald noch mehr Lockerungen geben. Der Deutschen Presse Agentur sagte er, während des Sommers könne eine Teilimmunität in der Bevölkerung aufgebaut werden, die dann den weiteren Verlauf der Pandemie abschwäche. "Wir sollten uns über den Sommer ein bisschen mehr Mut erlauben", so Streeck.

Derzeit zeigten Studien, dass bis zu 81 Prozent der Infektionen asymptomatisch verliefen. Das heißt, die Infizierten haben keine oder kaum Symptome. "Die Zahl der Covid-19-Erkrankten auf den Intensivstationen ist derzeit rückläufig", sagt Streeck. Die Hoffnung auf einen Impfstoff könne sich als trügerisch erweisen. Also solle man sich darauf einstellen, mit dem Virus zu leben.

Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie?

 

Prof. Hendrik Streeck: „Im Zentrum der Studie steht die Infection Fatality Rate (IFR), die den Anteil der Todesfälle unter den Infizierten angibt. Aus den Daten wurde weltweit erstmalig errechnet, dass die IFR von SARS-CoV-2 bei 0,37% liegt. Je nach mathematischen Korrekturverfahren schwankt sie zwischen 0,24% und 0,43%. Bei etwa 15 Prozent aller untersuchten Personen wurde eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Die bisher bekannte Infektionsrate in der Gemeinde Gangelt lag bei 3%. Dies bedeutet, dass fünf Mal so viele Personen in der Gemeinde Gangelt infiziert waren, wie ursprünglich ermittelt. Es wurden neben Einzelpersonen auch Haushalte untersucht um herauszufinden, ob es einen Familienclustereffekt gibt. Die Studie zeigt, dass wenn ein Haushaltsmitglied infiziert ist, die Infektionswahrscheinlichkeit für eine weitere Person abhängig von der Haushaltsgröße über dem durchschnittlichen Infektionsrisiko von 15% liegt, z.B 20% darüber bei 3-Personen Haushalten. Die Infektionsraten sind bei Kindern, Erwachsenen und Älteren sehr ähnlich und hängen offenbar nicht vom Alter ab. Außerdem gibt es in der Studie Hinweise, dass es zu schwereren Krankheitsverläufen kam, wenn die Personen Karneval gefeiert haben.“

 

Quelle: https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020

 

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Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki: "Die Kanzlerin bewegt sich am Rande der Amtsanmassung" - DER SPIEGEL

22.04.2020, 18:39 Uhr

FDP-Vize Kubicki

Philipp von Ditfurth/ dpa

 

Die Runden der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder sind zum zentralen Entscheidungsorgan der Politik in der Coronakrise geworden. Dabei ist in der Verfassung ein solches Gremium mit keinem Satz erwähnt. Auf welcher Rechtsgrundlage koordinieren Angela Merkel und die Bundesregierung die Maßnahmen der Bundesländer zur Eindämmung des Coronavirus, wollte daher FDP-Vize Wolfgang Kubicki vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags wissen.

 

Das Gutachten, das seit Mittwoch vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass sich die Bundesregierung in der Coronakrise Kompetenzen angeeignet habe, die die Bundesländer entmachten und damit der föderalen Ordnung widersprechen.

 

Die Autoren verweisen unter anderem auf Artikel 65 des Grundgesetzes. Darin wird die sogenannte "Richtlinienkompetenz" der Bundeskanzlerin geregelt. Hieraus folge nur eine Befugnis, Bundesministern Rahmenvorgaben zu machen. "Gegenüber den Ländern entfaltet diese Vorschrift keine Wirkung", heißt es in dem Gutachten.

 

 

Ähnlich verhält es sich den Gutachtern zufolge mit Artikel 84 des Grundgesetzes. Demnach kann der Bundesregierung durch ein Bundesgesetz, dem der Bundesrat zustimmen muss, die Befugnis verliehen werden, zur Ausführung eines Gesetzes für besondere Fälle Einzelweisungen zu erteilen. Das Infektionsschutzgesetz enthalte allerdings, so die Ansicht der Bundestagsjuristen, keine Einzelweisungsbefugnisse. Sie kommen daher zu dem Schluss, dass das Instrument der Einzelweisung "zur grundsätzlichen und umfassenden Koordinierung der bundesweiten Maßnahmen kaum einschlägig sein dürfte".

 

Merkel hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach mit den Ministerpräsidenten zusammengeschaltet, um das Vorgehen in der Coronakrise zu besprechen. Die Runde fasste dabei einhellige Beschlüsse über bestimmte Maßnahmen im Kampf gegen das Virus. Diese hatten aber zumeist den Charakter von Leitlinien, deren konkrete Umsetzung dann in den Ländern erfolgte.

 

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn habe gegenüber den Ländern kaum Befugnisse, heißt es in dem Gutachten. Sein Ministerium könne gemäß Paragraf 5 Absatz 6 des Infektionsschutzgesetzes in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite Empfehlungen abgeben, um ein koordiniertes Vorgehen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu ermöglichen. Dabei kann es sich auf das Robert Koch-Institut berufen.

 

Dadurch werde die Kompetenz der Bundesländer zur landeseigenen Verwaltung im Bereich des Infektionsschutzes aber "nicht eingeschränkt", so das Gutachten. Ein "verbindliches Weisungsrecht" des Robert Koch-Instituts gegenüber Behörden der Bundesländer lege das Infektionsschutzgesetz nicht fest.

 

"Die Bundeskanzlerin bewegt sich bei der Bewältigung der Corona-Epidemie am Rande der Amtsanmaßung", sagte Bundestagsvizepräsident Kubicki dem SPIEGEL. "Das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes stützt meine Rechtsauffassung." Weder habe Merkel die rechtliche Befugnis zur Koordinierung der grundrechtseinschränkenden Maßnahmen noch könne sie in diesem Zusammenhang Weisungen aussprechen. Ihre Richtlinienkompetenz gelte nicht gegenüber den Bundesländern.

 

Allerdings seien die Regierungschefs der Länder auch selbst für ihre Entmachtung verantwortlich. "Die Frage stellt sich, warum die Ministerpräsidenten einen solchen Eingriff in den eigenen Kompetenzbereich durch die Bundeskanzlerin zulassen", sagte Kubicki. "Eigentlich wäre es vornehmste Aufgabe des Bundesratspräsidenten, diese Führungsaufgabe zu übernehmen." Den Vorsitz der Länderkammer hat zurzeit der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) inne.

 

Für manche sei es vielleicht wünschenswert, so Kubicki, wenn die Bundesländer möglichst gleiche Regelungen beschließen würden. "Das Bundesverfassungsgericht hat allerdings kürzlich noch einmal festgestellt, dass es auch regional angepasste Maßnahmen geben muss, um die Grundrechtseinschränkungen so gering wie möglich zu halten." Ob die Eindämmung des Virus erfolgreich sei, hänge nicht davon ab, dass überall dieselben Maßnahmen gelten. "Bundesweite Einheitlichkeit ist kein infektionsschutzrechtliches Kriterium", betonte Kubicki.

Kliniken-Verband schlägt Alarm wegen Corona-Regeln

Tomas Kittan 17. April 2020 17:27

Bei den angekündigten Corona-Lockerungen wurden die Kliniken vergessen. Deshalb schlägt jetzt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Alarm!

 

„Wir brauchen eine schrittweise Wiederaufnahme der Regelversorgung“, fordert Dr. Gerald Gaß (56) in der B.Z. „Wir erwarten von der Bundeskanzlerin, die drastisch zurückgestellten Klinikbehandlungen wieder aufnehmen zu dürfen.“ Das ist auch dringend nötig, wie Zahlen und Fakten von Gaß veranschaulichen.

 

► Mehr als 50 Prozent aller deutschlandweit geplanten Operationen wurden abgesagt, sind aber nötig. Der OP-Stau geht in die Tausende! Gaß: „Eine Weile kann man verschieben, aber nicht dauerhaft.“

 

► Nach den Informationen des DKG-Präsidenten melden sich beim Rettungsdienst 30 bis 40 Prozent weniger Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall. Gaß: „Und zwar nicht, weil es weniger Erkrankte gibt, sondern weil viele Angst vor Corona haben.“

 

► Gaß betont: „Es drohen Menschen zu sterben, weil sie wegen Corona nicht rechtzeitig behandelt werden.“

 

► Es gibt Belegungsrückgänge in den Kliniken von 30 Prozent. Gaß: „Wir haben 150.000 freie Krankenhausbetten und rund 10.000 freie Intensivbetten.“

 

► In Berlin sind nur 68 ITS-Betten mit Corona-Patienten belegt, 60 davon werden beatmet. Dem stehen 341 leere ITS-Betten gegenüber. Gaß: „Die Berliner Notklinik mit 1000 Betten in den Messehallen wird aktuell nicht gebraucht.“

 

► Gaß stört, dass als Experten zu häufige nur RKI-Präsident Lothar Wieler und Charité-Virologe Christian Drosten gehört werden. Er sagt: „Wir brauchen einen viel breiteren öffentlichen Diskurs“.

 

TOMAS KITTAN

Berliner Zeitung

Vom17. April 2020

 

05/13/20

Helge Schneider

11.04.2020 · Prof.Klaus Püschel sieht Auffälligkeiten

Rechtsmediziner untersucht Corona-Tote und berichtet von Auffälligkeit

Die Obduktion von Covid-19-Toten kann wichtige Erkenntnisse über die Krankheit bringen. (Symbolbild) Bild: iStockphoto / KatarzynaBialasiewicz

 

Das Coronavirus greift weiter um sich. Mehr als 90.000 Menschen sind mittlerweile nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus gestorben. Alleine in Deutschland starben mehr als 2000 Corona-Infizierte.

 

Einige der Toten kamen nach ihrem Ableben zu Klaus Püschel. Er ist Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg. Seine Aufgabe ist es, die Corona-Toten zu obduzieren. Doch: Warum macht man das überhaupt? Schließlich ist klar, dass der Tod der Infizierten in Zusammenhang mit Covid-19 steht.

 

"Wenn man die Krankheit in ihrer Gesamtheit und die Auswirkungen der therapeutischen Maßnahmen erfassen will, dann ist die Untersuchung der Todesopfer das beste Mittel. Auch andere Krankheiten haben wir erst umfassend verstanden, als wir auch die Toten gründlich untersucht haben", sagte der Rechtsmediziner im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Mittwoch.

 

Die Erkenntnisse, die Püschel bei seinen bisherigen Untersuchungen gewonnen hat, sind durchaus spannend.

 

"Sehr viele Todesursachen" im Zusammenhang mit Corona

 

"Festgestellt haben wir erst mal, dass die Todesursachen sehr unterschiedlich sind. Es gibt nicht 'den' Corona-Toten, wie es die Statistik suggeriert", sagte Püschel der "FAZ". Stattdessen gebe es "sehr viele Todesursachen" im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es sei klar festzustellen, dass die Vorkrankheiten eine sehr wesentliche Rolle für den Verlauf der Krankheit spielten, so der Rechtsmediziner.

 

In Hamburg seien die Verstorbenen bislang ausnahmslos multimorbide gewesen: Sie litten also an mehreren Krankheiten gleichzeitig, häufig an schwerwiegenden Erkrankungen der Lunge oder des Herzens, zum Teil auch an Krebs. Außerdem sind die Toten schon älter. Das deckt sich mit den Angaben des Robert-Koch-Instituts: Im Schnitt waren die Verstorbenen in Deutschland bislang 80 Jahre alt. Ganze 86 Prozent der Verstorbenen waren RKI-Angaben zufolge 70 Jahre und älter.

 

Seine Erkenntnisse teilte der Rechtsmediziner auch am Donnerstagabend bei Markus Lanz mit. Der ZDF-Moderator wollte wissen: "Sterben Menschen an oder mit Corona?"

 

Und Püschel erklärte seine Sicht: "Die Menschen denken, die Infektion ist eine tödliche Gefahr. Ich bin davon überzeugt, dass statistisch gesehen am Ende dieses Jahres die Krankheit keine Rolle spielt. Wir schreiben das jetzt diesem Virus zu."

Rechtsmediziner beobachtet "ungewöhnlich viele Thrombosen und Lungenembolien" bei den Verstorbenen

 

Der "FAZ" erklärte Püschel weiter: "Den typischen Verlauf mit einer Atemwegsentzündung und einer Lungenentzündung durch das Virus sehen wir nur sehr vereinzelt." Die meisten Fälle seien Mischformen, bei denen auch weitere Infektionen eine große Rolle spielten.

 

Eine spannende Beobachtung dabei: "Was zahlenmäßig auffällt, sind ungewöhnlich viele Thrombosen und Lungenembolien. Die Corona-Infektion hat also nicht nur eine Auswirkung auf die Atemwege und das Lungengewebe, sondern vermutlich auch auf andere Organsysteme. Speziell auf das System der Blutgerinnung und die Innenhaut der Blutgefäße. So, dass es zu Thrombosen kommt und wenn diese sich ablösen, führt es zu Embolien der Lunge."

 

"Gefahr des Ausbildens von Blutgerinnseln wird bei uns jetzt klinisch beachtet"

 

Zwar brauche es hierzu noch weitere Untersuchungen. Aber in Hamburg habe man bereits Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Rechtsmediziner gezogen: "Zumindest die spezielle Gefahr des Ausbildens von Blutgerinnseln wird bei uns jetzt klinisch beachtet und die Patienten bekommen eine besondere vorsorgliche Therapie, um das Blutgerinnungssystem und die Situation im Bereich der Gefäßinnenhäute im Griff zu behalten, um tödliche Lungenembolien zu vermeiden", sagte Püschel.

 

Angesichts dieser wertvollen Erkenntnisse kritisierte der Rechtsmediziner das RKI: "Der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Obduktionen eher zu vermeiden wegen der Infektionsgefahr, kann ich daher nichts positives abgewinnen." Denn die Untersuchung der Toten sei "der Goldstandard der Qualitätssicherung mit Blick auf die klinische Therapie".

 

(hau) Watson

Wie das Bulletin des Robert-Koch-Institutes vom 15.04.2020 zeigt, sind alle von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen wirkungslos! Eine Abflachung der Kurve bezüglich der Basisreproduktionszahl ist bereits deutlich vor den Maßnahmen zu erkennen.

 

Schauen Sie dazu bitte auf Seite 5 des Dokumentes die Abbildung 4 an.

(Bezogen auf die Gesamtausgabe des Bulletin ist Seite 14 gemeint - siehe obige Seitenangabe des Dokumentes)

 

04/13/20

Nationale/internationale Experten und Expertinnen zum Thema Corona/COVID-19

Die jeweilige wissenschaftliche Expertise kann durch Eigenrecherche nachvollzogen werden. Eine Verlinkung zu bestimmten Seiten wurde aus Gründen der Neutralität nicht vorgenommen.Die Informationen werden fortlaufend ergänzt.

Internationale Expertinnen und Experten:

Prof. Dr.Knut Wittkowski      
Prof. Dr. Klaus Püschel      
Dr.Thomas Jefferson      
Prof. Dr.Dr. Martin Haditsch      
Prof. Dr. Sam Vaknin      
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi      
Prof. Dr. Hendrik Streeck      
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Prof.Dr.Clemens Wendtner      
Prof.Dr.Stefan Hockertz