Neuigkeiten
DER FALL ASIA BIBI -Tödliches Schweigen
LEITARTIKEL DIE ZEIT No46 / 2018 In Pakist ... mehr
 
Fast Fashion Ein T-Shirt für 2,50 Euro ist so.....
Fast Fashion Ein T-Shirt für 2,50 Euro ist ... mehr
 
Bevor es zu spät ist DIE ZEIT 35 / 2018
FLÜCHTLINGSPOLITIK Bevor es zu spät ist D ... mehr
 
Mit aller Macht von Uwe Jean Hauser
DIE ZEIT 20/2018 Das FBI jagt Martin Winte ... mehr
 
Flüchtlinge
EU geht rechtlich gegen Ungarn, Polen und Ts ... mehr
 
Kinder das wird teuer! DIE ZEIT Ausgabe 19/2017
VON KERSTIN BUND Das Geschäft mit der Ang ... mehr
 
Beratung Handwerksbetriebe
Wir beraten Handwerksbetriebe in den Regionen ... mehr
 
Neue Postadresse!
AIXSYSTEAM-Institut für systemische Anwendun ... mehr
 
Bundeskriminalamt warnt vor schwerer Gewalt
Das BKA ist wegen der Gewaltbereitschaft im r ... mehr
 
CHEFINNEN IM MITTELSTAND
Keine Ausnahmenerscheinung mehr, aber weiter ... mehr
 

22.10.2015 · Bundeskriminalamt warnt vor schwerer Gewalt

Das BKA ist wegen der Gewaltbereitschaft im rechten Spektrum alarmiert.
Auch de Maizière warnt. 22. Oktober 2015, 7:22 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise vor weiteren schweren Gewalttaten von Rechtsradikalen. Flüchtlinge, Helfer und Politiker könnten das Ziel von fremdenfeindlichen Gewalttätern werden, heißt es laut Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR in einer vertraulichen Lagebewertung der Behörde. Die Einschätzung wurde wenige Tage vor der Messerattacke gegen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker erstellt.

Es sei davon auszugehen, dass die rechte Szene ihre Agitation gegen die Asylpolitik weiter verschärfen werde, heißt es in der BKA-Bewertung laut Bericht. Das ansonsten "sehr heterogene rechtsextremistische Spektrum" finde hier einen ideologischen Konsens. Neben Brandstiftung griffen die Täter zu Waffen wie Zwillen mit Stahlkugeln und Holzknüppeln sowie Buttersäure. Dazu könnten neue Formen wie die Blockade von Bahnstrecken und Autobahnen kommen, um die Ankunft weiterer Flüchtlinge zu verhindern.
ANZEIGE

Die Angriffe auf Asylunterkünfte sind laut BKA-Statistiken stark gestiegen. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres waren es 461 Taten, bei denen die Behörde einen rechten Hintergrund annimmt. Damit hat sich die Zahl der Delikte gegenüber dem gesamten Vorjahr mehr als verdoppelt. Die meisten Angriffe wurden im August 2015 verzeichnet. Nordrhein-Westfalen führt die Statistik mit 121 Delikten an, gefolgt von Sachsen mit 57 Straftaten.

Von den ermittelten Tatverdächtigen sind laut BKA-Statistik 228 namentlich bekannt, 14 von ihnen begingen demnach zwei oder drei solcher Straftaten. 167 stammten aus der Nachbarschaft. Die Täter seien zumeist zwischen 20 und 25 Jahren alt und stünden nur selten unter Alkoholeinfluss. Mehr als die Hälfte sei polizeilich bekannt, ein Drittel der Tatverdächtigen sei bereits dem Staatsschutz aufgefallen, etwa wegen Volksverhetzung.

Erst am Mittwoch waren Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayern gegen eine rechtsextreme Gruppierung im Raum Bamberg vorgegangen. Zwölf Objekte wurden durchsucht und drei Personen verhaftet. Bei ihnen soll es sich laut Medienberichten um Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung Die Rechte handeln. Zuvor soll ein Paket mit Sprengstoff auf dem Postweg abgefangen worden sein, berichtet der Bayerische Rundfunk. Das Paket soll demnach mehrere Kilo an Böllern und Sprengstoff aus Osteuropa beinhaltet haben und vor einer Woche sichergestellt worden sein. Die Polizei in Oberfranken teilte mit, man ermittle schon seit Längerem intensiv gegen die Gruppe.

Hetze gegen Politiker

Vor diesem Hintergrund hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vor einer "gefährlichen Radikalisierung" von größeren Teilen der Gesellschaft gewarnt. Die Mehrheit müsse sich dagegen stellen, sagte de Maizière der Passauer Neuen Presse. Eine besondere Rolle sieht er bei Pegida. "Es gibt Hass und Hetze bei den Pegida-Organisatoren. Darunter sind gefährliche Rechtsextremisten."
Zuletzt galt die Hetze aus dem rechten Spektrum vermehrt Politikern. Mitte Oktober war in Leipzig eine Schmiererei entdeckt worden, die dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) galt. Man werde ihn kriegen, so die Drohung, neben die ein Galgen und "No Asyl" gekritzelt wurde. Auf einer Pegida-Demonstration war eine Galgenattrappe gezeigt worden, der Plakaten zufolge für Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) "reserviert" sein sollte.

Nach dem Messerangriff auf Reker hatten Unbekannte dem Bernauer Bürgermeister André Stahl das gleiche Schicksal angedroht. An einer Lagerhalle im Gewerbegebiet der brandenburgischen Stadt prangte Schriftzug: "erst Henriette Reker, dann André Stahl".

29.07.2015 · CHEFINNEN IM MITTELSTAND

Keine Ausnahmenerscheinung mehr, aber weiter unterrepräsentiert

Jeder fünfte Mittelständler frauengeführt: insgesamt 700.000 Unternehmen
Präsenz vor allem bei Dienstleistungen
Zuwachs bei Chefinnen absehbar
Die wirtschaftliche Bedeutung frauengeführter mittelständischer Unternehmen ist beträchtlich – aber nach wie vor sind Chefinnen im deutschen Mittelstand unterrepräsentiert. Zu diesem zentralen Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels. Seit der Jahrtausendwende pendelt der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen mit weiblicher Führung zwischen 15 und knapp 20 Prozent. Im Jahr 2013 – hierfür liegen die aktuellsten repräsentativen Zahlen vor – erreicht er 19,4 %.

Damit steht zurzeit bei etwa 700.000 Mittelständlern eine Frau an der Spitze. In diesen Unternehmen arbeiten rund vier Millionen Erwerbstätige (14 % aller Beschäftigten im Mittelstand), werden 112.000 junge Menschen ausgebildet (9 %) und wurden im vergangenen Jahr 15 Mrd. EUR in neue und gebrauchte Anlagen und Bauten investiert (8 %). So beeindruckend diese Zahlen auf den ersten Blick sind – im Vergleich zu ihrem Anteil an allen mittelständischen Unternehmen ist das Gewicht der frauengeführten Unternehmen bei diesen Kernindikatoren unterproportional.

Ursache ist der Unternehmenstyp, den Frauen lenken: Fast 60 % der Firmen in weiblicher Hand entfallen auf den Dienstleistungssektor. Dazu gehören etwa Unternehmen aus dem Bereich Pflege oder Aus- und Weiterbildung ebenso wie Anwaltskanzleien, PR-Büros oder Finanz- und Personalberatungen. Unternehmen aus diesen Branchen haben in der Regel weniger Mitarbeiter und erzielen geringere Umsätze als Unternehmen anderer Sektoren wie Bau, Handel und Verarbeitendes Gewerbe.

Im Bereich "Erziehung und Unterricht" weist fast jedes zweite mittelständische Unternehmen eine Frau an der Spitze auf (46 %), im Gastronomie- und Hotelgewerbe sind es 33 %, im Gesundheits- , Veterinär- und Sozialwesen 30 %. Nur sehr selten frauengeführt sind dahingegen mittelständische EDV-Unternehmen (Chefinnenanteil 0,2 %) oder der Kraftfahrzeughandel (4 %). Gründerinnen bleiben diesem Trend übrigens treu: auch sie starten bevorzugt Dienstleistungsunternehmen (75 % der Neugründungen laut KfW-Gründungsmonitor). Insgesamt steigt der Frauenanteil bei den Neugründungen seit einigen Jahren. 2014 erreichte er einen Anteil von 43 % an allen Gründungen, bei den Gründungen im Vollerwerb sogar einen Rekordwert von 41 %.

"Eine Ausnahmeerscheinung sind Frauen in den Führungsetagen des Mittelstands nicht mehr, aber unsere Analyse zeigt: Es gibt hier noch einiges aufzuholen", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. "Die steigenden Zahl von Existenzgründungen durch Frauen wird zu einem Zuwachs des Chefinnen-Anteils im Mittelstand führen. Das Gesicht des Mittelstands wird weiblicher. Angesichts des demografischen Wandels ist diese Entwicklung zu begrüßen: Schrumpfende Erwerbsbevölkerung, drohende Fachkräfteengpässe und der bevorstehende Generationswechsel bei den mittelständischen Unternehmer sind deutliche Anreize, wenn nicht gar Zwänge, das Potenzial von Frauen in den Chefetagen stärker zu nutzen als bisher."

28.07.2015 · SCHULBEGINN - Ausgeschlafene Schüler lernen besser

Studie der Universität Basel
Mehr zu: Gesundheit, Schule
29.01.2013 - (red/idw) Wenn der Schulbeginn am Morgen um 20 Minuten verschoben wird, wirkt sich das bereits auf die Schulleistung von Jugendlichen aus. Dies berichten Forschende der Universität Basel nach einer Befragung von rund 2700 Schülerinnen und Schülern. Jugendliche, deren Unterricht um 8 Uhr anfängt, schlafen rund 15 Minuten länger und sind wacher als jene, die bereits um 7.40 Uhr in der Schule sein müssen. Die Forschungsergebnisse sind online in der Fachzeitschrift "Journal of Adolescence" publiziert.

Im Jugendalter verändern sich die Schlafgewohnheiten deutlich. Während Kinder noch Frühaufsteher sind, haben Jugendliche am Morgen oft große Mühe, aufzustehen, und werden abends meist erst spät müde. Während sich die Einschlafphase im Jugendalter also deutlich nach hinten verschiebt, bleibt das Schlafbedürfnis bei den meisten 15-Jährigen unverändert – es liegt bei ungefähr 9 bis 9,25 Stunden pro Nacht und ist damit noch ungefähr gleich wie bei 11-Jährigen. So leiden viele Jugendliche wegen früher Anfangszeiten während der Schulzeit unter einem Schlafdefizit, was sowohl ihre Schulleistungen als auch ihr Wohlbefinden beeinträchtigt.

In ihrer Studie haben Forschende um Dr. Sakari Lemola von der Fakultät für Psychologie der Universität Basel untersucht, wie sich eine Verschiebung des Schulbeginns um 20 Minuten auf die Schlafdauer und Tagesmüdigkeit von Jugendlichen auswirkt. Dafür befragten sie insgesamt 2716 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 18 Jahren; im Durchschnitt waren sie etwas über 15 Jahre alt. Jugendliche, die morgens um 8 Uhr mit dem Unterricht beginnen, kommen pro Nacht zu durchschnittlich 15 Minuten mehr Schlaf – im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen, bei denen die Schule 20 Minuten früher anfängt. Während also die Jugendlichen in beiden Gruppen ungefähr zur gleichen Zeit zu Bett gehen, können jene mit späterem Schulbeginn am Morgen etwas länger schlafen.

Zu wenig Schlaf, schlechtere Leistungen
Die Zunahme der Schlafdauer um nur 15 Minuten führte außerdem dazu, dass sich die Schülerinnen und Schüler während der Schulstunden deutlich weniger müde und schläfrig fühlten. Somit kann sich bereits eine geringfügige Verschiebung der Schulanfangszeiten positiv auf die Schlafdauer und Wachheit von Jugendlichen auswirken. Die durchschnittliche Schlafdauer der Befragten betrug während der Schulwoche ungefähr 8 Stunden und 40 Minuten. Jugendliche, die mit weniger als acht Stunden ungenügend lang schliefen, so die Forschenden weiter, zeigten tagsüber stärkere Müdigkeit, schlechtere Schulleistungen und allgemein eine negativere Lebenseinstellung.

Originalbeitrag: Perkinson-Gloor, N., Lemola, S., Grob, A. (in press) Sleep duration, positive attitude toward life, and academic achievement: The role of daytime tiredness, behavioral persistence, and school start times > Journal of Adolescence. doi.org/10.1016/j.adolescence.2012.11.008

28.07.2015 · Lehrer-Umfrage zur Inklusion: Behinderte Schüler?

Bitte nicht in meiner Klasse


DPA
Inklusionsklasse: Gymnasiallehrer sind misstrauisch
Eine neue Umfrage zeigt: 41 Prozent der Lehrer lehnen den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung ab. Vor allem die Gymnasiallehrer möchten mit Förderschülern nichts zu tun haben.


Behinderte Schüler sollen mit ihren nicht behinderten Altersgenossen in dieselbe Klasse gehen können: Vor einigen Jahren hat die Bundesrepublik eine Uno-Konvention unterzeichnet, die das garantieren soll. Doch die Umsetzung kommt nur langsam voran: Ende April hatte ein Uno-Ausschuss Deutschland kritisiert, weil viele Bundesländer ihre Schulgesetze nur zögerlich anpassen. Nun offenbart eine repräsentative Umfrage, wie drastisch das Misstrauen gegenüber der sogenannten Inklusion ausgerechnet unter Lehrern ist.


Eine Mehrheit von 57 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer hält den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung zwar für eine gute Idee, wenn die Schulen ausreichend mit Geld und Personal ausgestattet werden. Doch immerhin 41 Prozent der Lehrer sind selbst unter diesen Bedingungen erklärte Inklusionsgegner: Sie halten es in jedem Fall für sinnvoller, wenn behinderte Schüler auf separate Förderschulen gehen. Das Umfrageinstitut Forsa hatte für den Verband Bildung und Erziehung bundesweit 1.003 Lehrer telefonisch befragt. (Hier finden Sie alle Ergebnisse der Befragung.)
Fast alle Lehrer sind außerdem dafür, dass es auch in Zukunft Sonderschulen für behinderte Kinder gibt. Eine Mehrheit von 55 Prozent findet sogar, dass alle Sonderschularten bestehen bleiben sollten - also auch Schulen für behinderte Kinder, die verhältnismäßig leicht in den Unterricht an einer normalen Schule integriert werden könnten. Lediglich zwei Prozent der Befragten glauben, dass man auf Sonderschulen auf Dauer ganz verzichten könnte.

Wo es Inklusionsklassen gibt, ist die Zustimmung höher

Interessant ist, wie unterschiedlich die Einschätzungen je nach Schulform ausfallen. An Schulen, an denen es Inklusionsklassen gibt, ist die Zustimmung deutlich höher: 65 Prozent dieser Lehrer halten den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern für sinnvoll. Auch unter den Grundschullehrern ist die Zustimmung mit 73 Prozent zur Inklusion groß.

Besonders ausgeprägt ist das Misstrauen dagegen an den Gymnasien: 47 Prozent aller Gymnasiallehrer sind grundsätzlich gegen den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung.


Deutlich wurde die Ablehnung kürzlich in Baden-Württemberg, wo die grün-rote Landesregierung die Sonderschulpflicht zum kommenden Schuljahr abschaffen möchte. Schüler mit Handicap könnten dann grundsätzlich auch auf das Gymnasium gehen, wenn die Eltern dies wünschen - auch wenn sie in vielen Fällen vielleicht kein Abitur machen würden.
In einer Stellungnahme griff der Philologenverband im März diesen Vorschlag scharf an: Behinderte Schüler sollten nur dann auf das Gymnasium gehen können, "wenn sie dem gymnasialen Bildungsanspruch gerecht werden können". Den sogenannten zieldifferenten Unterricht, bei dem Kinder zwar in einer Klasse, aber nicht auf denselben Schulabschluss hin lernen, lehnt der Verband ab. Das könnten andere Schulen besser, argumentieren die Philologen: "Gymnasiale Lehrkräfte sind dafür ausgebildet, den gymnasialen Bildungsplan zu vermitteln, nicht den eigenständigen Bildungsplan der Sonderschulen."

Ein Fall aus dem Südwesten machte vor einem Jahr sogar bundesweit Schlagzeilen. Die Eltern von Henri, einem Jungen mit Down-Syndrom, wollten, dass ihr Sohn nach der Grundschule mit seinen Freunden auf das Gymnasium geht. Doch das Gymnasium lehnte Henri ab. Der Junge wiederholte in der Zwischenzeit das letzte Grundschuljahr und soll nun nach den Sommerferien auf die Realschule gehen.

bkr

28.07.2015 · Annapark: Familienberatung an neuem Ort

Von: ssc
Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2015, 17:29 Uhr

Viel zu tun: Den symbolischen Spatenstich besorgten Beratungsstellenleiter Claus-Ulrich Lamberty, Michael Raida und Herbert Heinrichs vom Alsdorfer Jugendamt, Vizebürgermeister Heinrich Plum, Stephan Pütz vom Verein zur Förderung der Caritasarbeit, Adolf Mainz vom städteregionalen Jugendamt, Architekt Lothar Nenno, Dr. Andreas Wittrahm (Caritas) und für das Bauunternehmen Förster aus Monschau Betriebsleiter Peter Theissen (v.l.).
ALSDORF. Die Zeit der vielen Treppen wird im kommenden Frühjahr vorüber sein: Nach dann 54 Jahren an der Schaufenberger Straße wird die Caritas-Beratungsstelle für Familien einen Neubau am Annapark beziehen. Der Boden dazu wurde am Montag an der Ecke Willy-Brandt-Ring und Am Sägewerk vorbereitet.

Weil es am derzeitigen Standort keine Ausbaureserven gibt, wurde der Platz im Lauf der Zeit immer knapper, wie Beratungsstellen-Leiter Claus-Ulrich Lamberty sagt. Zudem liegen die Büros auf vielen Etagen verteilt und es gibt keinen Aufzug. Die Barierefreiheit wird im zweigeschossigen Neubau selbstverständlich sein. Modernes Ambiente soll die Räume auf 420 Quadratmetern prägen. 950.000 Euro investiert der Verein zur Förderung der Caritasarbeit im Bistum Aachen, enthalten sind Zuschüsse von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW für die Barrierefreiheit (62.500 Euro) und der Aktion Mensch (5000 Euro).

Weniger Kinder – mehr Termine

Für den Caritasverband begrüßte Dr. Andreas Wittrahm den Neubau. „Die Beratung für Familien ist weiterhin ein Schwerpunkt, da sehen wir uns in der Pflicht.“ Denn obwohl die Geburtenzahlen rückläufig seien, steige der Beratungsbedarf in den Familien. Als Kooperationspartner des Alsdorfer Jugendamtes ist die Beratungsstelle daher hochwillkommen, unterstrich Fachbereichsleiter Herbert Heinrichs. Die neue Lage in der City sei ideal, sagte Claus-Ulrich Lamberty. Zu Fuß oder mit dem Bus ist die Beratungsstelle gut zu erreichen, auch die Nähe zur Grundschule Annapark und zum neuen Kultur- und Bildungszentrum biete eine große Nähe zu Eltern und Jugendlichen. Rund 650 Beratungen finden im Jahr statt, zum Team gehören Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Therapeuten und Psychologen.

21.10.2014 · Best Practice-Auszeichnung für Alsdorfer Netzwerk

Das Nationale Zentrum für Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen, und Jugend hat das Alsdorfer Netzwerk der Frühen Hilfen als Best- Practice Modell für die Jugendämter in Deutschland zur Nachahmung empfohlen. Zur Weiterentwicklung der kommunalen Austauschplattform/Frühen Hilfen wurde jetzt der Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes im Jugendamt der Stadt Alsdorf, Michael Raida (Foto), als einer von nur acht Vertretern der öffentlichen Jugendhilfe aus Deutschland zu einer Expertenrunde nach Berlin eingeladen. Bereits seit 2005 ist Michael Raida im Bereich der Frühen Hilfen und Kindeswohlgefährdungen als Referent tätig.



Die 15-köpfige Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der kommunalen Jugendhilfe, der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, Gesundheit Berlin-Brandenburg und dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen, machte sich Gedanken, wie die Frühen Hilfen über eine kommunale Austauschplattform bundesweit in allen Jugendamtsbereichen umgesetzt werden können. Denn der Gesetzgeber hat die Jugendämter für die Umsetzung und Koordinierung der Frühen Hilfen bestimmt. Ziel des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen ist, dass jede Familie die Chance hat, von den Angeboten der Frühen Hilfen zu profitieren. Die Angebote der Frühen Hilfen sollen daher bundesweit in allen Kommunen eingeführt werden. Hierzu hat der Bund bis 2015 insgesamt 177 Millionen Euro zum Ausbau der Frühen Hilfen bereitgestellt.

Die Kosten der Präventionsarbeit im Rahmen der Frühen Hilfen sind gegenüber den Folgekosten einer Kindeswohlgefährdung vergleichsweise minimal. Daher ist der weitere Ausbau der Frühen Hilfen für jede Kommune von erheblicher Bedeutung. Nur durch gut funktionierende Netzwerke, Frühwarnsysteme und Frühe Hilfen können Risiken für Kindesvernachlässigung und -misshandlung früh erkannt und eine Problemzuspitzung verhindert werden.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen unterstützt seit 2007 die Fachwelt dabei, familiäre Belastungen früher zu erkennen, bedarfsgerechte Unterstützungsangebote bereitzuhalten und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern. Es unterstützt die Fachkräfte, damit sie auf der Basis von fundiertem Wissen arbeiten können und so die Hilfen bei den Familien ankommt.

Damit Kinder von Anfang an einen guten Start ins Leben haben, gibt es für Familien in Alsdorf und in der Städteregion Aachen vielfältige Angebote: Willkommensbesuche, Informationsmaterialien, Elternkurse, Elterncafe, Patenschaften (Wellcome), Familienhebammen oder Vorsorgeuntersuchungen. Insbesondere Familien, die sich überfordert fühlen oder sich in einer Krise befinden, brauchen frühzeitig das passende Hilfsangebot. Nur durch rechtzeitige, schnelle Unterstützung ist ein guter Start ins Kinderleben möglich.
Das Jugendamt der Stadt Alsdorf hat den Bereich der Frühen Hilfen im Jahre 2008 gemeinsam mit dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Aachen aufgebaut. Darüber hinaus sind aber auch die Jugendämter in der Städteregion Aachen, das Gesundheitsamt der Städteregion Aachen und zahlreiche freie Träger am gemeinsamen Ausbau der Frühen Hilfen beteiligt und eng vernetzt. (apa)

10.10.2014 · Supervision für Pflegefamilien/Erziehungsstellen

Im 1. Quartal 2015 finden wiederum zweimal im Monat Supervisionen in Nettetal am Niederrhein und in der Städteregion Aachen statt. Bei Interesse freuen wir uns über Ihren Anruf.

09.10.2014 · FORTBILDUNG: Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe

An unserem Institut werden regelmäßig Fachtagungen, Beratungen und Fortbildungen beispielsweise in Bezug auf die oben genannten Themenkomplexe durchgeführt. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

14.07.2014 · Erkaltete Freundschaft - die Spionage der USA

ZEIT ONLINE "FÜNF VOR 8:00 vom 14.07.2014" VON ROBERT LEICHT

Die Spionage der USA zeigt ein gehöriges Maß an Herablassung. Das hohle Pathos der deutsch-amerikanischen Freundschaft hat ausgedient. Jetzt hilft nur noch Nüchternheit.
VON ROBERT LEICHT

So – das finden also unsere Freunde in Washington nicht gut, dass wir über ihre Spionage gegen unsere Regierung öffentlich wahrnehmbar verärgert sind und unsere Regierung sogar Schritte ergreift, in untertänigster Höflichkeit: Da wird der Botschafter nur "eingeladen" und nicht etwa "einbestellt", da wird der CIA-Resident nur "gebeten", das Land zu verlassen und nicht etwa zur "Persona non grata" erklärt. Trotzdem: Der große Bruder ist verstimmt – weil wir es sind.

Da hilft es freilich zunächst nichts, wenn man zu Recht sagt: Wir hätten doch gemeinsam viel wichtigere Probleme auf der Welt – und die Amerikaner sowieso... Gerade weil das tatsächlich so ist, wirkt das Ausspionieren unter angeblichen Freunden und aufeinander angewiesenen Partnern derart ungehörig; und zwar deshalb, weil sich eben in dieser Rücksichtslosigkeit ein außerordentliches Maß an grundsätzlicher Herablassung äußert: Ober sticht Unter!

Es mag schon sein, nein, es ist so, dass die amerikanische Nation von dem Schock des 9/11 ganz tief verletzt und verändert wurde – und dass der "War on Terror" zur Staatsräson geworden ist. (Man muss sich ja nur einmal überlegen, was hierzulande los gewesen wäre, wenn Terroristen Flugzeuge in die Bürotürme der Frankfurter Skyline gesteuert hätten.) Wer kann, darf sich gerne an die Schreckenszeiten des deutschen RAF-Terrorismus erinnern.

Das einmal zugestanden: Die US-Spionage gegen unsere Regierungsorgane hat damit überhaupt nichts zu tun! Oder wollte jemand im Ernst behaupten, man müsse die Kanzlerin zwecks Terrorabwehr abhören? In den jüngsten Tagen ist vielmehr deutlich geworden, worum es hier wirklich geht: Aus Washington war zu hören, die Deutschen unterhielten ja gewisse engere, also mithin unkeusche Beziehungen etwa zu Russland und zum Iran – und man habe doch ein legitimes Interesse, zu erfahren, was dabei wirklich los ist. Mit anderen Worten: Die Deutschen nehmen sich eine eigenständige Politik heraus, aus den ordentlichen diplomatischen Kanälen erfährt man nicht die Wahrheit – die Deutschen scharwenzeln also mit unseren Gegnern und schwindeln uns darüber an. Also müssen wir die Bundesregierung geheimdienstlich überwachen und ausspionieren. Und wenn sie sich darüber wahrnehmbar aufregen, dann tadeln wir solchen Ärger als "unreif".

Das Grundmuster ist einfach zurückzuverfolgen: Nach der bedingungslosen Kapitulation von Hitler-Deutschland war der Rest des Deutschen Reiches seit 1945 Besatzungsland – und die Reste des Besatzungsstatus wurden erst 1990 mit der Wiedervereinigung und dem 2+4-Abkommen aufgehoben; de iure und auf dem Papier. Doch in den Mentalitäten wirkt dieses Macht- und Autoritätsgefälle noch weiter – übrigens auf beiden Seiten. Washington fragt sich immer wieder: "Was erlaube Deutschland?" Und irgendwie können wir es den Amerikanern (und ein bisschen auch den Engländern und Franzosen) nicht ganz vergeben, dass sie uns nach und trotz Hitler in den demokratischen Westen geführt und aufgenommen haben – was wir ja auch dringend nötig gehabt hatten. Weshalb in unserer Kritik an "den Amerikanern" auch dort, wo sie berechtigt ist, stets auch ein Element überkompensatorischer Selbstgerechtigkeit mitschwingt. Was machten wir nur, wenn Amerika tatsächlich fehlerfrei wäre?

Trotzdem. Unter Freunden gehen bestimmte Sachen eben nicht. Und deshalb gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder unterbleiben künftig bestimmte Sachen bei Drohung deutlicher Zurechtweisung – oder, wenn und weil dies nicht zu erwarten ist, wir stellen das hohle Pathos der "deutsch-amerikanischen Freundschaft" ein und sprechen stattdessen nüchterner von den deutsch-amerikanischen Beziehungen und den dort zumeist übereinstimmenden, immer wieder auch divergierenden Interessen – und verfolgen dabei die unseren gelassen und im einigermaßen aufrechten Gang. Wenn die gemeinsamen Interessen wirklich so überwältigend sind, werden sie beides aushalten: das gegenseitige Ausforschen und Spionieren wie auch den Skandal, wenn solche Anzapfereien entdeckt und sanktioniert werden.

Vielleicht werden daraus dann ja wirklich einmal reife Beziehungen...

02.12.2013 · Mittelstandsberatung in der Sozialwirtschaft

Die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen erfordert spezialisierte Beratungsansätze. Erfolgreiche Beratungsansätze im Rahmen der sog. KMU-Beratung werden mit den Begriffen der Prozessorientierung, Beteiligungsorientierung, Unterstützung bei Umsetzungsmaßnahmen, Kompetenzentwicklung umschrieben.
Die Beratung soll dazu beitragen, die Problemlösungskompetenz des Unternehmens zu verbessern.

Infomaterial unter: kmu@aixsysteam.de

02.12.2013 · Saab News. Saab Produktionsstart noch im November?

Artikel von Tom am 15 November 2013, 3:14
Bilsport Schweden nennt als erste Zeitschrift überhaupt ein Datum zum Saab Produktionsstart. Die Zeitschrift will erfahren haben, dass am 29. November die ersten Serienfahrzeuge von den Bändern in der Stallbacka rollen werden.

Alle andere Medien halten sich mit Vorhersagen auffällig zurück, oder beziehen sich auf Bilsport.se. Von NEVS-Saab gibt es nach wie vor keinen offiziellen Termin, nur die gute Nachricht, dass man die Lieferantenkette erfolgreich neu aufgebaut hat. Auch zum Motorenthema - hier herrscht immer noch komplette Stille – will Bilsport mehr erfahren haben. Es sollen keine chinesischen Motoren unter der NEVS-Saab Haube arbeiten, wie ab und zu vermutet wurde, sondern bekannte Lösungen und möglicherweise auch Triebwerke von BMW. Wohlgemerkt – möglicherweise ! Nur Spekulation oder bewusst gestreute Indiskretion? Ich halte mich da mit einer Prognose zurück.

Ein Blick in den Kalender zeigt, dass der 29. November ein Freitag ist. Meine Wette geht dagegen. Möchte ich die Produktion starten, würde ich das nicht vor dem Wochenende tun. Wahrscheinlicher wäre der Start an einem Montag, zum Auftakt der Arbeitswoche. Mal sehen…

Wie auch immer, ob wir laufende Bänder im November oder erst im Dezember sehen, der Zeitpunkt ist zweitrangig. NEVS-Saab hätte seine Ankündigung wahr gemacht und im kalendarischen Herbst die Produktion begonnen. Saab kommt endlich wieder in Fahrt, das ist wichtig. Die Zeiten bleiben aufregend!

Quelle:
http://saabblog.net/2013/11/15/saab-news-saab-produktionsstart-noch-im-november/

18.11.2013 · 5. Mönchengladbacher Symposium der AG Kindeswohl

Pflegekinder - Bedürfnisse, Praxis, Zukunft
5. Mönchengladbacher Symposium der AG Kindeswohl und Kinderschutz
am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein



Alle Infos
Pflegekinder – Bedürfnisse, Praxis, Zukunft
5. Mönchengladbacher Symposium der AG Kindeswohl und Kinderschutz am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein

Wann
22. November 2013
09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Wo
Richard-Wagner-Str. 97
41065 Mönchengladbach
Gebäude Z, Raum Z E34/35

Teilnahme
kostenfrei

Anmeldung
bis 18.11.2013
per Mail: anmeldung-pflegekind@hs-niederrhein.de

18.11.2013 · Kinder- und Jugendbuchautorin in Alsdorf

Alle sieben Jugendämter in der Städteregion haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, mit dem auf breiter Front für den Kinder- und Jugendschutz mobil gemacht werden soll. Die Aktion „IM BLICK“ fordert dazu auf, dieser Mitverantwortung gerecht zu werden und Eltern und Kinder gemeinsam positive Erlebnisse und Unternehmungen zu ermöglichen.
In Kooperation mit der Aktion „Im Blick“ veranstaltet die Stadtbücherei Alsdorf dazu eine Autorenlesung mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Sigrid Zeevaert .
Sigrid Zeevaerts Bücher, die in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet wurden, gehören dem Genre des realistischen Kinderbuchs an.
Zeevaert begann schon während ihres Lehramtsstudiums mit dem Schreiben, dem sie sich sehr bald ganz widmete. Neben Kurzgeschichten und Hörfunkbeiträgen entstanden dabei vor allem zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, die vielfach übersetzt und ausgezeichnet wurden. Eines ihrer Bücher wurde für das ZDF verfilmt.
Sigrid Zeevaert lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Aachen.
In Alsdorf wird sie am Dienstag, 26. November, um 16:30 Uhr für Kinder von sechs bis zehn Jahren lesen, mit den Kindern über das Vorgelesene reden und sicherlich auch das eine oder andere Autogramm schreiben.

(apa 15.11.2013)

17.11.2013 · ZEIT ONLINE vom 17. November 2013

MÜNCHNER KUNSTFUND - "Freiwillig gebe ich nichts zurück"

Lange mied er die Öffentlichkeit, nun äußerte sich der Kunstfreund Gurlitt zum Bilder-Fund in seiner Münchner Wohnung. Er sieht sich als rechtmäßiger Eigner der Werke.

Der langjährige Besitzer des Münchner Kunstschatzes, Cornelius Gurlitt, will alle Bilder behalten. "Freiwillig gebe ich nichts zurück", sagte der 80-Jährige dem Spiegel. Die gut 1.400 Kunstwerke, die in seiner Wohnung sichergestellt wurden, habe sein Vater rechtmäßig erworben. Die Behörden und die Öffentlichkeit stellten "alles falsch dar", beklagte er sich in dem Interview, mit dem er sich erstmals öffentlich äußerte.

Die Justiz ermittelt gegen den Sohn des Nazi-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt wegen Steuerhinterziehung und Unterschlagung. Gurlitt sagte dem Spiegel, er habe der Staatsanwaltschaft schon genug entlastende Belege geliefert. Er sei aber offen für Gespräche mit den deutschen Behörden.


Das öffentliche Interesse an ihm schockiere ihn: "Ich bin doch nicht Boris Becker, was wollen diese Menschen nur von mir?" Er wolle seine Ruhe. "Ich habe doch nur mit meinen Bildern leben wollen." Der Zugriff des Zolls auf seine Bilder kommentierte er mit den Worten: "Die hätten doch warten können mit den Bildern, bis ich tot bin."

Wie Gurlitt der Spiegel-Autorin schilderte, entwickelte er eine sehr innige Beziehung zu den Werken, zwischen denen er aufgewachsen war. So habe er etwa täglich durch eine Sammlung von Zeichnungen geblättert. "Mehr als meine Bilder habe ich nichts geliebt", sagte Gurlitt. Nun vermisse er sie: "Jetzt sind die Bilder irgendwo in einem Keller, und ich bin allein."


Sein Vater habe während der Nazizeit nie Bilder von Privatpersonen gekauft, beteuerte Gurlitt. So will er offenbar den Verdacht widerlegen, dass beim Erwerb der Gemälde die Notlage von verfolgten Juden ausgenutzt wurde. Sein Vater habe vielmehr die Sammlung bei Händlern und deutschen Museen gekauft. Er habe mit den Nazis kooperiert, um die Bilder vor der Zerstörung zu retten.

Kanzleramt will Gurlitt einen Deal anbieten

Laut einem Focus-Bericht strebt das Kanzleramt zusammen mit der bayerischen Justiz einen Deal mit Gurlitt an. Er solle die Bilder, von denen 590 als mögliche NS-Raubkunst gelten, freiwillig dem Staat zu überlassen. Im Gegenzug könne das Ermittlungsverfahren eingestellt werden. Eine "Vertrauensperson" solle an Gurlitt herantreten und an seine Verantwortung appellieren.

Ob ein Steuerverfahren gegen Gurlitt in Deutschland möglich ist, ist allerdings unklar. Er habe "bescheidene Einkünfte" in Österreich versteuert, berichtete die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf bayerische Behörden. Das österreichische Melderegister führe ihn mit Hauptwohnsitz in Salzburg.

Trotzdem könnte aus Sicht der Augsburger Staatsanwaltschaft die deutsche Steuerbehörde für Cornelius Gurlitt zuständig sein. "Steuerlich relevant ist nicht der Wohnsitz, sondern der Lebensmittelpunkt und für bestimmte Steuern nicht einmal der", sagte der zuständige Staatsanwalt Reinhard Nemetz.

Anfang November hatten Zollfahnder die Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung sichergestellt. Die Ermittler hatten Verdacht geschöpft, weil sie ihn in einem Zug mit 9.000 Euro Bargeld erwischten.

Unter den Werken sind Bilder von Pablo Picasso, Marc Chagall, Henri Matisse, Emil Nolde, Franz Marc, Max Beckmann, Max Liebermann, Carl Spitzweg und Otto Dix. Bei einigen Gemälden soll es sich um Raubkunst handeln, auf der Plattform lostart.de wurde eine Liste mit 25 Werken veröffentlicht.

Eine Fotostrecke von Bildern aus dem Kunstfund finden Sie hier.

17.11.2013 · ZEIT ONLINE vom 17.11.2013

KONJUNKTUR
Wirtschaftsweise warnen vor Mindestlohn und Betreuungsgeld
Mindestlohn, Mietpreisbremse, Mütterrente: Der Sachverständigenrat kritisiert zentrale Vorhaben von Union und SPD. Auch das Betreuungsgeld sollte abgeschafft werden.

Die fünf Wirtschaftsweisen haben die Pläne von Union und SPD kritisiert. In ihrem Gutachten warnen sie vor einer "rückwärtsgewandten Wirtschaftspolitik" und kritisieren zentrale Vorhaben wie gesetzlichen Mindestlohn, Mietpreisbremse, Rentenpläne oder die angestrebte Reform der Ökostromförderung.

Das von Union und FDP eingeführte Betreuungsgeld sollte gestrichen werden, heißt es in dem Gutachten weiter. Es konterkariere die angestrebten Ziele in der Familienpolitik. Die Mittel wären besser geeignet zur Konsolidierung des Haushalts, schreiben die Wirtschaftsweisen.

Die gute Position Deutschlands im Vergleich zu den Krisenländern des Euro-Raums "scheint vielfach den Blick auf die großen zukünftigen Herausforderungen verstellt zu haben", kritisieren sie. Derzeit in den Koalitionsverhandlungen diskutierte Maßnahmen wie die Mütterrente, eine Aufstockung niedriger Renten sowie Ausnahmen von der Rente mit 67 gingen überwiegend zu Lasten der kommenden Generationen. Die Reformen der Agenda 2010 dürften daher nicht verwässert oder teilweise zurückgenommen werden.

Der Sachverständigenrat plädierte zudem mittel- bis langfristig für eine Verbesserung des Aus- und Weiterbildungssystems in Deutschland. Die Forderung der Länder nach mehr Mitteln für Bildung und öffentliche Investitionen vom Bund bezeichnen die Wirtschaftsweisen hingegen als inakzeptabel. Bei den Ausgaben hätten die Länder in der Vergangenheit die falschen Schwerpunkte gesetzt, "indem sie den staatlichen Konsum überbetonten", heißt es in dem Gutachten.


Die Koalitionsvorhaben stoßen beim Sachverständigenrat auf Widerstand: In ihrem Gutachten sprechen sich die fünf Regierungsberater gegen Steuererhöhungen, Mietpreisbremse und einen gesetzlichen Mindestlohn aus. Video kommentieren
Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent

Für das kommende Jahr rechnen die Wirtschaftsweisen mit einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent. Grund für die konjunkturelle Aufhellung sei die Beschleunigung der weltweiten Produktion, heißt es im Jahresgutachten des Sachverständigenrates. In diesem Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach bei 0,4 Prozent liegen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung übergab das Gutachten am Morgen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Regierung prognostiziert für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent. In diesem Jahr wird die deutsche Wirtschaft demnach um 0,5 Prozent wachsen.

Merkel nimmt Hinweise ernst

Die Hinweise der Regierungsberater würden in den weiteren Koalitionsverhandlungen ernst genommen, sagte Merkel. Das Gutachten komme zum richtigen Zeitpunkt. Aber nicht alle Forderungen könnten eins zu eins umgesetzt werden.

Mit Blick auf Konjunktur und Beschäftigungsentwicklung sagte die Kanzlerin: "Die Lage kann uns mit Freude erfüllen." Aber die Herausforderungen der Zukunft seien groß. In dem Gutachten kritisiert der Sachverständigenrat deutlich zentrale Vorhaben der angehenden Koalitionspartner und bezeichnet die schwarz-roten Pläne als rückwärtsgewandt.

26.09.2013 · Handelsblatt vom 24.09.2013

SAAB 9-3
Die Produktionsbänder rollen wieder an

24.09.2013, 11:24 Uhr
Seit fast zwei Jahren ist kein neuer Saab mehr gebaut worden. Nun kündet zumindest der Start der Vorserienproduktion von der anstehenden Rückkehr der Marke.

Wiederauflage des Saab 9-3: Noch im Herbst soll die reguläre Produktion beginnen.
Quelle: NEVS
Das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan hat die Pkw-Produktion wieder aufgenommen. Beim ersten seit der Insolvenz vor zwei Jahren gebauten Auto handelt es sich um eine Vorserien-Version der vom neuen Besitzer National Electric Vehicle Sweden (NEVS) angekündigten Wiederauflage des Saab 9-3. Noch im Herbst soll die reguläre Produktion beginnen, bis 2014 will NEVS auf Basis des Mittelklassemodells ein Elektroauto entwickeln.
Die schwedische Traditionsmarke Saab gehörte bis Anfang 2010 zu General Motors und wurde dann vom kleinen niederländischen Sportwagenbauer Spyker übernommen. Ende 2011 musste Saab jedoch Insolvenz beantragen. Im Juni übernahm NEVS, ein chinesisch-japanisches Konsortium, die Marke.

12.03.2013 · Weniger Gewerbeanmeldungen in NRW

Düsseldorf (dapd-nrw). Die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter. Wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 156.407 Gewerbe angemeldet. Das war im Vergleich zu 2011 ein Rückgang von 7,6 Prozent. Bereits 2012 war bei den Gewerbeanmeldungen ein Minus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet worden.

Den größten Anteil der Gewerbeanmeldungen hatte 2012 mit 37.917 der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Das Landesamt wies allerdings darauf hin, dass es sich bei den Anmeldungen lediglich um eine Absichtserklärung handele. Ob das Gewerbe wirklich ausgeübt wurde, sei nicht bekannt.

16.11.2012 · Qualität

Wir haben unser qualitativ hochwertiges Netzwerk an Beratern und Beraterinnen erweitert und sind in zahlreichen Städten mit unserem systemischen Ansatz vertreten.

16.11.2012 · SUPERVISION

Wir bieten Ihnen themenzentrierte Supervision im Einzel- und Gruppenkontext. Der nächstmögliche Termin ist der 12.01.2013

16.11.2012 · Handwerksbetriebe in der EUREGIO

Die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen erfordert spezialisierte Beratungsansätze. Erfolgreiche Beratungsansätze im Rahmen der sog. KMU-Beratung werden mit den Begriffen der Prozessorientierung, Beteiligungsorientierung, Unterstützung bei Umsetzungsmaßnahmen, Kompetenzentwicklung umschrieben.
Die Beratung soll dazu beitragen, die Problemlösungskompetenz des Unternehmens zu verbessern Infomaterial unter: kmu@aixsysteam.de

04.09.2012 · Coaching 2012 für pflegende Berufe

-Im September 2012 sind 4 Plätze frei.
-Im Oktober 2012 sind 2 Plätze frei.

17.07.2012 · NEWSLETTER

Ab sofort übersenden wir Ihnen unseren Newsletter mit interessanten Themen rund um Ihren und unseren gemeinsamen Geschäftsbereich.

Einfach anmelden!

04.01.2012 · Supervision für pflegende Berufe

Wir bieten Ihnen themenzentrierte Supervision im Einzel- und Gruppenkontext. Der nächstmögliche Termin ist der 2.3.2012

18.04.2011 · Seminarankündigung

In Zusammenarbeit mit der UK NRW schulen wir professionell Pflegende bezüglich der Beratung pflegender Angehöriger. Die Zielgruppe umfasst dabei alle pflegenden Berufe.

Rufen Sie uns an, bei Interesse übersenden wir Ihnen unseren Flyer.

18.04.2011 · Coachingtermine 05/2011

Die Seminare im Mai und Juni 2011 sind ausgebucht.

-Im September 2011 sind 2 Plätze frei.
-Im Oktober 2011 sind 2 Plätze frei.

27.11.2010 · Systemische Familienberatung in NRW

Wir haben unser qualitativ hochwertiges Netzwerk an Beratern und Beraterinnen erweitert und sind in zahlreichen Kommunen des Landes NRW mit unserem systemischen Ansatz vertreten. Rufen Sie uns unverbindlich an.

06.11.2010 · Coachingtermine 11/2010

Das Seminar vom 27.-28.11.2010 ist bereits ausgebucht.

01.09.2010 · Coachingtermine 09/2010

Das Seminar vom 25.-26.09.2010 findet in Mönchengladbach statt. Bei Rückfragen bitten wir um telefonische Kontaktaufnahme.

01.07.2010 · Beteiligungsorientierte Beratung

Die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen erfordert spezialisierte Beratungsansätze. Erfolgreiche Beratungsansätze im Rahmen der sog. KMU-Beratung werden mit den Begriffen der Prozessorientierung, Beteiligungsorientierung, Unterstützung bei Umsetzungsmaßnahmen, Kompetenzentwicklung umschrieben.
Die Beratung soll dazu beitragen, die Problemlösungskompetenz des Unternehmens zu verbessern Infomaterial unter: kmu@aixsysteam.de

01.06.2010 · AixCounsel

Das ist unser Konzept zur Beratung komplexer Fragestellungen in Betrieben.
Wir führen dieses Produkt gerade im Rahmen der Mitarbeiterentwicklung in unterschiedlichen Branchen ein.

23.04.2010 · Coachingtermine kommender Monat

Das Seminar fällt aus!!! - 26.06.2010 - 27.06.2010

27.03.2010 · Stellenangebot 03/2010

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir eine/einen Sozialarbeiter/-in/ Sozialpädagoge/-pädagogin.
Weitere Informationen finden Sie unter Stellenangebote

07.11.2009 · Susanne Wolff ist Kinderschutzfachkraft

Wir gratulieren unserer Kollegin Susanne Wolff zur erfolgreich abgeschlossenen Fortbildung!

18.07.2009 · Mitarbeiterentwicklung für Handwerksbetriebe

Ab dem 1.8.2009 erweitern wir unser Portfolio und beraten Handwerksbetriebe in den Regionen Aachen und Mönchengladbach auf dem Gebiet der Mitarbeiterentwicklung. Rufen Sie uns unverbindlich an und vereinbaren einen Termin zu einem Erstgespräch.

18.07.2009 · Stellenangebot

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir eine/einen Sozialarbeiter/in / Sozialpädagoge/-pädagogin.
Weitere Informationen finden Sie unter Stellenangebote